Ideenwettbewerb 2018

 

Auch in diesem Jahr fördert die Rheumastiftung kreative wissenschaftlichen Ideen in der Rheumatologie. Deshalb schreibt sie zum sechsten Mal einen Ideenwettbewerb aus: Forscher sind aufgerufen, sich mit ihren Forschungsideen zu konkreten Fragestellungen aus der Rheumatologie zu bewerben.

In diesem Jahr liegt der Themenschwerpunkt auf den Zusammenhängen von Neuropathien und entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Forschungsansätze können etwa Diagnostik und Behandlung sein, der Einfluss auf Sensorik und Motorik, immunologische Schäden oder medikamentöse Ursachen. Interessant ist darüber hinaus die Erforschung der Hintergründe, welche Patienten davon betroffen sind.

Eine unabhängige Jury beurteilt die eingereichten Ideenskizzen. Die beste Idee wird mit 2500 Euro ausgezeichnet. Die Rheumastiftung wird sich für die Förderung realistischer Projekte einsetzen. Das wissenschaftliche Konzept sollte allgemeinverständlich auf maximal fünf Seiten zusammengefasst werden. Einsendeschluss ist der 30. Juli 2018. Im Rahmen des 46. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie wird der Vorstand den Gewinner des Wettbewerbs auszeichnen.

Kontakt- und Versandadresse: info(at)rheumastiftung.org

Weitere Informationen finden Sie auch im Flyer.

 

 

Rheumastiftung fördert Erforschung von Chondrokalzinosen

Chondrokalcinosen bilden Kristalle im Gelenk


Dank einer großzügigen privaten Spende an die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist diese in der Lage, der Rheumastiftung Mittel für die Förderung zweier Forschungsprojekte zur Kalziumpyrophosphatdihydrat (CPPD)-Kristallarthropathie zur Verfügung zu stellen. Die offene Ausschreibung richtete sich an klinische und grundlagen­wissenschaftliche Projekte gleichermaßen. Maßgeblich ist dabei, dass der Projektansatz ausdrücklich die Erforschung des Krankheitsbildes Chondrokalcinose und dessen Behandlung im Fokus hat.

Die Chondrokalcinose wird oft auch als „Pseudogicht“ bezeichnet. Bei der rheumatisch-entzündlichen Krankheit lagern sich Kalziumkristalle im Gelenkknorpel ab. Es handelt sich dabei um Kristalle von Kalziumpyrophosphat-Dihydrat – kurz CPPD. Betroffene erleiden oft einen akuten Entzündungsschub mit anfallsartigen Schmerzen im Gelenk – meist ausgehend vom Knie. Befallen sind darüber hinaus die großen Gelenke wie Hüfte, Schulter, Hand und Fuß. CPPD kann zudem bleibende Schäden setzen. Die Ursachen sind heute noch weitgehend ungeklärt. Deshalb ist es der Rheumastiftung ein besonderes Anliegen, die Forschung auf diesem Gebiet zu fördern.

Nach eingehender Prüfung der hochkarätigen Bewerbungen hat sich das Gutachtergremium für zwei Projekte entschieden, die kooperieren werden. Die beiden Forscherteams um Prof. Dr. Jessica Betrand/Magdeburg und Prof. Dr. Uwe Kornak/Berlin sowie Prof. Dr. Thomas Pap/Münster und Prof. Dr. Georg Schett/Erlangen an den vier Standorten forschen gemeinsam in zwei Richtungen: Sie werden einerseits die Untersuchung der zellulären Prozesse der Chondrokalzinose systematisch voranbringen und zudem neue Konzepte zur Diagnostik und Therapie entwickeln. Die Förderung mit einem Gesamtvolumen von 300.000 Euro erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren. Im Rahmen der Förderung sind die beteiligten Wissenschaftler angehalten, regelmäßig über den Fortgang und die Ergebnisse ihrer Projekte zu berichten. Damit verbunden ist auch eine Vorstellung der Projekte auf dem Jahreskongress der DGRh und der internationalen rheumatologischen Jahrestagung der EULAR. Im Rahmen der Eröffnung des 46. Kongresses der DGRh in Mannheim werden die Projekte vorgestellt.