Hintergrund

Rheuma ist eine Volkskrankheit. In Deutschland sind mehr als ein Drittel der Bevölkerung von rheumatischen Beschwerden betroffen, hervorgerufen von einer Vielzahl rheumatischer Krankheiten. Sie betreffen vor allem das Bewegungssystem, aber auch die inneren Organe und die Haut auf unterschiedliche Weise. Die Folgen sind anhaltende Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und oft bleibende Schäden an Gelenken, Wirbelsäule und Muskulatur.

Für Rheumakranke werden alltägliche Situationen dann oft zu einer großen Herausforderung. Jede Treppe und jeder Schraubverschluss kann zu einem unüberwindlichen Hindernis werden. Ohne gezielte Hilfe ist der Alltag für die Betroffenen oft nicht mehr zu bewältigen.

Jahrzehntelang konnte den Betroffenen kaum geholfen werden. Erst in den letzten Jahren ist es Dank der Grundlagenforschung gelungen, die Therapiemöglichkeiten erheblich zu verbessern. Denn die Forschung ist die Voraussetzung für das Verständnis von Krankheiten. Nur durch sie können die Vorgänge verstanden werden, die an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Sie eröffnet Möglichkeiten, Prozesse der Krankheitsentstehung zu hemmen oder sogar zu beseitigen. So ist man zum Beispiel heute in der Lage, durch frühes Eingreifen in den Krankheitsprozess die schlimmsten Auswirkungen, wie etwa die Zerstörung der Gelenke, zu verhindern. Es gibt erste Therapieansätze, die krankheitsverursachende immunologische Fehlreaktionen korrigieren. In Einzelfällen hat dies zu einer Heilung rheumatischer Erkrankungen geführt und gezeigt, dass es grundsätzlich möglich ist.

Aber die große Herausforderung an die Forschung, Rheuma heilbar zu machen, bleibt bestehen. Allein die Vielfältigkeit der rheumatischen Erkrankungen macht es nötig, immer neue Therapieansätze zu entwickeln.